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Überblick Wirtschaftsgeschichte (2)

In Deutschland wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von den Alliierten die Demontage von Industrieanlagen als Teil der Reparationsleistungen durchgeführt.

In NRW war hauptsächlich die Rohstahlproduktion und der Werkzeugmaschinenbau betroffen. Insgesamt wurden 292 Betriebe demontiert, die letzten 1949. Viele kleinere Betriebe und wertvolle Produktionsanlagen wurden so vor dem Abbau bewahrt.

 

Ab 1958 begann in Nordrhein-Westfalen die Kohlekrise. Die Abbaubedingungen hatten sich erschwert, das Lohnniveau in Deutschland war zu hoch und ausländische Kohle war günstiger zu importieren. Zölle auf Öl wurden ab Mitte der 50er Jahre abgebaut und die Preise für Öl fielen drastisch. Deutsche Kohle war nun international nicht mehr konkurrenzfähig.

Das Zechensterben setze langsam ein, bis 1968 wurden 78 Schachtanlagen geschlossen, die Beschäftigtenzahlen gingen von über 600.000 auf unter 300.000 zurück.

 

 

Die Kohlkrise weitete sich in den 80er Jahren zur Stahlkrise aus. Mit der Schließung des Krupp-Werks Rheinhausen im Dezember 1982 verloren viele Arbeiter ihren Arbeitsplatz. Damit war endgültig aus für die beiden ehemaligen Motoren der Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen besiegelt. Die produktion sollte sich nur noch auf einige wenige standorte konzentrieren.

Im Ruhrgebiet wurde ein Strukturwandel vollzogen, neue Arbeitsplätze in den neuen Technologien wurden geschaffen und die Region gewinnt durch ein vielfältiges Freizeitangebot an Attraktivität.

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