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15. März 1806
Das alte bergische Sicherheitskorps und die Dillenburger Husaren im Großherzogtum Berg

 
Bergische Landjäger.

Das Herzogtum Berg wird am 15. März 1806 an Frankreich abgetreten. Gleichzeitig verliert Preußen das Herzogtum Kleve an Frankreich, und ebenso fallen im Süden des Herzogtums Berg einige kleinere Gebietsteile (z.B. aus dem Nassauischen Siegen und Dillenburg) und hier in der Rheingegend die Freiheit Deutz an das Herzogtum Berg und damit den Franzosen zu. Dieses große Gebiet, zukünftig Großherzogtum Berg genannt, wird von Napoleon mit Dekret vom 15. März 1806 seinem Schwager, dem Großherzog Prinz Joachim Murat, zur Verwaltung übergeben. Obwohl der neue "Landesvater" sogleich verkündete, " ... nichts solle in der Verwaltung des Landes geändert werden", folgen einschneidende Veränderungen auf dem Fuße nach, auch die Landespolizei betreffend.

Es vergehen nur noch wenige Monate, in denen der Name Landjäger für die Angehörigen der Landespolizei im Herzogtum Berg in Gebrauch ist. Am 03. August wird die neue "Verwaltungsordnung für die Herzogtümer Kleve und Berg" verkündet, dabei werden erstmals im Herzogtum Berg Landräte installiert. Kleve, unter Preußen, kannte diese Einrichtung seit langem. In diesem großen Gebiet zwischen Wesel und Siegen existieren zu der Zeit als Landespolizei nur die bergischen Landjäger, die im Vorjahr endlich auf 92 Mann aufgestockt wurden (dabei aber nur 30 Berittene hatten).

Die Dillenburger Husaren, (das Oranien-Nassauische-Husaren-Corps). Nach Abgabe von Teilen Nassauischer Gebiete (Siegen, Dillenburg) an die Franzosen, welche zum Großherzogtum Berg geschlagen wurden, musste auch die dortige Landespolizei mit übernommen werden. Dort existierte ein Husarenkorps, ähnlich der Kurkölner Husaren von 1751. Die Ankunft der Husaren datiert vom 16. September 1806, wobei der Referent mit Erstaunen feststellt, dass die Husaren "bestens bedeckt sind wie die richtige Gendarmerie". Die Reisekosten von Dillenburg nach Düsseldorf sind mit 19 Reichstalern angegeben. Die Personalstärke betrug: Ein Rittmeister, ein Wachtmeister, ein Quartiermeister, ein "Husaren - Trompetter" und 19 Husaren mit 27 Pferden. Die Husaren bleiben jedoch als in sich geschlossener Bestand neben den Landjägern im Großherzogtum Berg bestehen, bis beide Einheiten 1808 in die neue französische Gendarmerie integriert werden. Aus dem preußischen Territorium Kleve kam keine adäquate Landespolizei hinzu, hier existierte noch immer die alte Landmiliz.

Alwin Reiche

Literatur:
Alwin Reiche, "Vom bewaffneten Hausmann zum Polizisten", Verlag des Jülicher Geschichtsverein, 1997.

     
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