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20. November 1811
Krupp - dieser Name ist eng mit der deutschen Geschichte verbunden. Krupp assoziiert man mit Aussprüchen wie "hart wie Krupp-Stahl" und dem fraglichen Ruhm von Essen als Waffenschmiede des Reiches. Die Kruppwerke, die am 20.11.1811 von Friedrich Krupp gegründet worden waren, machten schon auf der ersten Londoner Weltausstellung 1851 von sich reden: Für die Präsentation des größten Gußstahlblocks der Welt erhielten sie die höchste Auszeichnung. Die Stahlerzeugnisse der Kruppwerke, Eisenbahnachsen und -räder aber vor allem Kanonen machten auf den folgenden Weltausstellungen in London und Paris Furore und brachten der Firma und der Stadt Essen den Weltruhm. Krupp konzentrierte sich als erster deutscher Privatunternehmer auf die Herstellung von Waffen und verkaufte seine Kanonen später an Preußen, Rußland, Ägypten und Brasilien. Für die deutschen Herrscher war Krupp unverzichtbar bei der Aufrüstung. Zunächst für die deutschen Kaiser - sowohl Wilhelm I. als auch Wilhelm II. kauften Kanonen bei Krupp - dann für Hitler. Identifizierte man sich im Familienunternehmen zunächst mit dem Ruf eines "Kanonenkönigs", bei Friedrich Alfred Krupp baumelte sogar eine silberne Kanone von der Uhrenkette, bedeutete dies später, nach 1945 eine Last für das Unternehmen und die Krupps. So mußte sich Alfried Krupp von Bohlen und Halbach 1947 in Nürnberg gegenüber den alliierten Anklägern für die menschenverachtende Praxis der Zwangsarbeit, wie sie auf Geheiß der Nationalsozialisten in fast allen deutschen Betrieben geschah, verantworten. Er stand anstelle seines prozeßunfähigen Vaters vor Gericht. Alfried Krupp wurde zu elf Jahren Haft und der Einziehung seines gesamten Vermögens verurteilt. 1951 wurde er begnadigt. Krupp wurde als einziges deutsches Unternehmen verurteilt.
Groß geworden waren die Kruppwerke mit etwas ganz anderem als mit Geschützen und Kanonen. 1852 gelang Alfred Krupp, dem Sohn des Firmengründers, die Erfindung seines Lebens: der nahtlose Radreifen für Eisenbahnräder, der sich trotz der zunehmenden Geschwindigkeit des neuen Verkehrsmittels als bruchsicher erwies. Die zuvor verwendeten geschweißten Reifen waren bei größeren Geschwindigkeiten häufig gebrochen. Das war der Durchbruch für die Gußstahlfabrik Fried. Krupp - Aufträge aus dem In- und Ausland gingen nach Essen. Symbol ist hierfür bis heute das Firmenlogo von 1875, das drei ineinander verschlungene Eisenbahnreifen zeigt. Wenige Jahre nach dieser Erfindung begann nach 40 Jahren Produktion nun die Ära, in der Krupp und Kanonen in einem Atemzug genannt wurden: Krupp baute Waffen für den Staat. Literatur: |
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